Mit dem 38:31-Heimsieg gegen die Mythen-Shooters beendete 1.-Ligist TV Dagmersellen am letzten Samstag die Vorrunde. Trainer Thomas Graber zieht Bilanz. Und sieht sein Team in einer guten Entwicklungsphase.
von Renato Cavoli
Es waren zwei unerhört wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg, welche der TVD gegen die ebenfalls in den hinteren Kellerregionen «beheimatete» Equipe aus dem Kanton Schwyz holte. «Ich war während der Partie angespannt wie meine Spieler und unsere Fans», sagt Trainer Thomas Graber. «Aber ich war und blieb eigentlich immer optimistisch. Denn wir hatten auf die stärkeren Phasen der Mythen-Shooters regelmässig eine Antwort parat.»
Die Verantwortlichen des TV Dagmersellen ziehen zufrieden Bilanz, was die abgelaufene Vorrunde betrifft. Man habe eine positive Entwicklung gesehen, sagt der Trainer. «Aber», so Thomas Graber, «uns erwartet nach der Festtagspause noch immer der Kampf gegen den Abstieg. Einfacher wird es nicht. Aber wir sind auf einem guten Weg und konnten in einigen Partien zeigen, dass wir sogar gegen die «Titanen» der Gruppe 2 lange mithalten können.»
Alain Glurs Rückkehr
Thomas Graber denkt da zum Beispiel an den Auswärtsmatch gegen den TV Muri, der am 23. November zu Hause mit all seinen «Tenören» antrat und am Ende mit 37:33 (18:14) zwar verdientermassen das bessere Ende für sich behielt, aber dafür hart kämpfen musste. «Wir boten den Freiämtern richtig gute Gegenwehr, zeigten schönen, schnellen und mutigen Handball.»
Genau wie zuletzt gegen die Mythen-Shooters. «Wir agierten im Angriff mit Spielwitz und Tempo und in der Abwehr tut uns die Rückkehr von Alain Glur gut. Mit ihm sind wir stabiler geworden. Er zeigt seine Klasse und Übersicht im Defensivverbund.»
Aber klar: Der TVD hat noch immer seine Schwächen. Und das nicht nur in der Abwehr. «Im Angriff haben wir vor den Abschlüssen den gegnerischen Goalie zu wenig beobachtet und zu wenig mit dem Abschluss zugewartet. Da vergeben wir noch immer zu viele Chancen», so Thomas Graber.
Nicht nur der Ligaerhalt
Die Dagmerseller gehen mit neun Punkten aus 13 Spielen in die Festtagspause. Und erhoffen sich in der Rückrunde zwei, drei Punkte mehr. «In den Spielen gegen Frick, Muotathal und Muri war schon in diesem Herbst mehr möglich», blickt Thomas Graber zurück, der den Ligaerhalt als realistisches Ziel für die aktuelle Saison betrachtet. Möglich, dass man zu jenen zwei Teams der Gruppe 2 gehören wird, welche am Ende die Barrage gegen den Abstieg bestreiten müssten, sagt der Trainer. «Aber darauf kann man sich einstellen».
Doch in Dagmersellen denkt man über den angestrebten Ligaerhalt hinaus. «Wir wollen uns weiter Schritt für Schritt verbessern», sagt Thomas Graber. «Und wir wollen unseren eigenen Talenten, etwa dem U19-Rückraumspieler Nik Häller, Raum und Platz für Einsätze im Fanionteam geben.»
«Sofort punkten»
Am Samstag, 10. Januar, beginnt die Rückrunde mit dem Auswärtsmatch gegen Muotathal. Und am Donnerstag, 15. Januar, empfängt der TVD dann zu Hause Schlusslicht SG Handball Seetal. «Wir wollen und müssen von Beginn weg präsent sein und sofort punkten», sagt Thomas Graber.
Zuversicht versprüht auch Präsident Peter «Simi» Staub. «Ich sehe unser Team, das kontinuierlich Fortschritte macht. Ich traue uns den Ligaerhalt zu. Die Mannschaft ist zu einer Einheit zusammengewachsen und macht mir und den Fans Freude.»