«Wir wollen in der 1. Liga bleiben»

Handball, 1. Liga der Männer
Abstiegs-Barrage, Hinspiel
Freitag, 21 Uhr
Chrüzmatt, Dagmersellen
TV Dagmersellen – CS Chênois Genève Handball

Nachdem der TV Dagmersellen auch sein letztes Spiel der «regular season» gegen das als Absteiger feststehende Mythen-Shooters verlor, beginnt heute Freitag zu Hause die Barrage um den Verbleib in der 1. Liga.

von Renato Cavoli

CS Chênois Genève Handball. Einige der TVD-Anhänger werden den Vereinsnamen des Barrage-Gegners in den letzten Tagen ein- oder sogar mehrere Male gegoogelt haben. «Man weiss wenig bis gar nichts über die Genfer und deren Stärken, respektive Schwächen», sagt Peter «Simi» Staub, der Präsident der Dagmerseller Handballriege. «Sie wurden Drittletzte in ihrer Gruppe 3. Genau wie wir in der Gruppe 2», so Peter Staub. Aber man verfüge heute ja auf beiden Seiten über Videomaterial vom jeweiligen Gegner.

«Sie hatten zwei Spiele weniger auszutragen und holten mit 10 Zählern vier Punkte weniger als wir (14). Sagen wir es so: Hier sind zwei Mannschaften am Werk, welche die direkte Rettung nicht geschafft haben. Also eine nicht geglückte Saison hinter sich haben. Für uns ist klar: Wir wollen den Ligaerhalt unbedingt schaffen. Auch als Anreiz für unsere jungen Spieler in diesem Team. Und weil wir es verhindern wollen, dass wir in der nächsten Saison mit zwei Equipen in der 2. Liga antreten müssen», erklärt der TVD-Präsident.

Leistungssteigerung ist nötig

Im Schweizer Handball versucht man seit Jahren, den Standort «Westschweiz» zu fördern. Mit dem Fanionteam von Chênois Genf belegt das aktuell beste Teams aus der französischen Schweiz in der Nationalliga B den dritten Rang. Man verkörpert also einen Spitzenwert in der zweithöchsten Liga unseres Landes.

«Ich gehe davon aus, dass es heute Freitag zu einem engen Match kommen könnte. Die Genfer werden ihre zweite Mannschaft natürlich ebenfalls in der 1. Liga halten wollen», sagt Peter Staub. «Ich traue unserer Equipe und Cheftrainer Thomas Graber aber zu, dass sie das so wichtige Heimspiel für sich entscheiden können. Dass dafür im Vergleich zu den letzten Partien eine Leistungssteigerung nötig sein wird, versteht sich von selber».

Keine Absenzen

Es geht also heute Freitag in der eigenen Halle darum, sich eine möglichst gute Ausganslage zu schaffen für das Rückspiel vom Sonntag, 19. April, 19 Uhr, in der Sous-Moulin-Halle von Genf. «Wir können, so wie es aktuell aussieht, personell aus dem Vollen schöpfen. Ich erwarte, dass das Team in den beiden Barragespielen noch einmal alles aus sich herausholen wird», sagt Staub.

Für den Verlierer dieser Barrage ist die Saison übrigens nach diesen beiden Partien noch nicht zu Ende. Es folgt dann eine weitere Barrage, eine letzte Möglichkeit, den Ligaerhalt doch noch zu schaffen.

Eine zusätzliche Verlängerung der Saison wünscht, Stand heute, wohl keiner. Weder der TVD noch Chênois Genève Handball. Beide Teams wollen es in der ersten Barrage klar machen. Und der TVD will den Heimvorteil im Heimspiel resolut ausnützen.