TVD verliert Barrage im Penaltyschiessen

TVD verliert Barrage im Penaltyschiessen

Handball 1. Liga – Barrage

CS Chênois Genf – TV Dagmersellen 33:31 n.P. (29:30, 14:15)

Ein Déjà-vu: Wie schon in der letzten Saison verliert der TVD die Abstiegs-Barrage unglücklich erst im 7-Meter-Schiessen. Die Genfer von Chênois hatten dabei die besseren Nerven und konnten anschliessend den Ligaerhalt mit ihren lautstarken Fans frenetisch feiern. Noch sind die Dagmerseller nicht abgestiegen. Es kommt nochmals zu je einem Spiel gegen Frick und Thun, wo zumindest noch ein Team den Kopf aus der Schlinge ziehen kann.

von Peter Staub

Die Ausgangslage vor dem Barrage-Rückspiel bei Chênois Genf 2 war klar: Dagmersellen musste mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen, wollte man den 1. Ligaerhalt sichern. Doch wie schon im Hinspiel waren die Genfer Gastgeber in der Anfangsphase die tonangebende Mannschaft und kamen aus dem Rückraum und über den Kreis zu einfachen Toren. So führten sie nach neun gespielten Minuten 6:3. In der Folge fanden die Dagmerseller zusehends besser ins Spiel. Mit ein Grund: Das TVD-Trainerduo Graber/Dolder setzte im Angriff schon früh auf den siebten Feldspieler. Die taktische Massnahme zeigte Wirkung. So gelang Yassine Ben Mustapha nach 17 Minuten erstmals der Ausgleich für die Gäste (9:9). Im weiteren Verlauf wogte die Partie hin und her, geprägt von viel Kampf, aber auch von Fehlern auf beiden Seiten. In der 25. Minute ging der TVD durch Urs Oggier erstmals in Führung. Eine knappe Führung hatte dann auch zum Ende der ersten Halbzeit Bestand. Es ging mit einem 15:14 in die Pause. Der Rückstand aus dem Hinspiel war damit wettgemacht.

Nichts für schwache Nerven

Gleich nach dem Seitenwechsel gingen die Dagmerseller erstmals mit zwei Toren in Führung. Der Ligaerhalt wäre damit gesichert. Auch in der Folge konnte der TVD immer wieder auf zwei Tore vorlegen. Die Chancen wären vorhanden gewesen, doch mehr wollte und sollte nicht gelingen. Die Partie wurde zusehends hektischer. Im Angriff gelang den Dagmersellern für Minuten plötzlich rein gar nichts mehr. Fehlwürfe und gleich vier technische Fehler in Serie liessen die Genfer aus einem 21:23 ein 24:23 machen (48.). Angefeuert vom lautstarken Publikum schien die Partie auf die Seite der Gastgeber zu kippen. Doch nochmals schafften die Dagmerseller die Wende und holten sich die Führung zurück. Mehrmals lagen sie wieder mit zwei Toren vorne. Die Spannung in der Sous-Moulin-Halle war kaum mehr auszuhalten. Zuletzt auch 50 Sekunden vor Schluss dank eines verwandelten Penaltys von Urs Oggier zum 28:30. Im Gegenzug fiel der erneute Anschlusstreffer und der letzte verzweifelte TVD-Abschluss in der Schlusssekunde brachte nichts mehr ein. Drama pur, denn mit dem Gleichstand von 56:56 nach 120 gespielten Minuten musste (direkt) das Penaltyschiessen über den Ligaerhalt entscheiden. Und wie schon in der letzten Saison gegen Horgen/Wädenswil hatte der Gegner auch dieses Mal die besseren Nerven. Die Genfer verwandelten alle ihre vier Penaltys sicher, während die Dagmerseller zwei Mal scheiterten. Das bittere Ende aus TVD-Sicht war damit besiegelt.

Nochmals eine Chance in zwei weiteren Spielen

Noch ist der TVD nicht definitiv abgestiegen. Da in der NLB zwei Teams mit Zweitmannschaften in der 1. Liga in höchster Abstiegsgefahr sind, haben die die drei Barrage-Verlierer nochmals eine Chance auf den Ligaerhalt und spielen eine Einfachrunde. Dabei treffen die Dagmerseller in den nächsten drei Wochen auf den TSV Frick und auf die SG Wacker Thun 2 / Steffisburg. Zumindest eine Mannschaft könnte dabei den Kopf noch aus der Schlinge ziehen. Die Spieldaten sind noch nicht bestimmt. Hopp TVD!

Spieltelegramm: Chénois Sous-Moulin – 300 Zuschauer – SR: Félix Bernardo/Lopez Berloso – Strafen: TVD 2×2, Chênois 3×2 Min. –– TVD: Fiedler/Schöpfer; Steiger, Livio Häfliger, Tschamper, Rüegger, Oggier (10/3), Ben Mustapha (3/1), Riedweg (5), Ramon Döös (1), Hofer (3/2), Luca Döös, Glur, Ben Moussa (6), Jonas Häfliger, Graber (3). – Chênois Genève II: Leoni; Feuillade (8/1), Marti, Bernis (2/1), Ballet (8), Borcard (4), Delaporte (1/1), Leguillon (1), Aeschbacher (4/4), Spillemaecker, Lavorel (1), Dupont (4/1), Munoz Latorre.

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M1 – Barrage